Marita Köllner – Ein „kölsches Mädche“

February 23rd, 2011

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6. März 2011 um 18:25 Uhr im WDR-Fernsehen, 45 Minuten

Nomen est omen: Wenn das überhaupt auf jemanden zutrifft, dann auf „Fussich Julche“ Marita Köllner. Aufgewachsen in der Kölner Südstadt ist die 52-Jährige so eng in Köln verwurzelt, dass sie die Stadt bis heute nie verlassen oder auch nur darüber nachgedacht hat.

Schon als kleines Mädchen begeisterte sich Marita Köllner natürlich für den Karneval. Mit zehn Jahren stand sie bereits bei Schul- und Pfarrsitzungen auf der Bühne. Vor allem der Kaplan ihrer Gemeinde förderte ihre Talente, und die Sitzungen bei der Katholischen Jugend und den Pfadfindern wurden zum Sprungbrett für ihre Karriere.

Es sollte noch bis 1988 dauern, bis sie nach
20 Jahren „in der Bütt“ ihre zweite Karriere als Sängerin startete. Und wie so oft begann alles mit einem Zufall: Marita Köllner plauderte mit Henning Krautmacher, dem Sänger der Höhner, über die geplante Feier ihres 20-jährigen Bühnenjubiläums. Als Gag ist auch eine kleine Gesangsnummer eingeplant. Dass sich „Denn mir sin kölsche Mädcher“ schon nach kurzer Zeit zum Riesenhit und letztendlich zum Evergreen aller Karnevalspartys entwickeln würde, ahnte zu dieser Zeit niemand.

Heute steht Marita Köllner rund 200 mal im Jahr auf der Bühne. Hits wie „Kum danz mit mir“, „Es war in Altenahr“, „Alte Liebe macht Flügel im Bauch“ oder „Weil mir Kölsche sin“ haben sich zu Klassikern im Karneval entwickelt, die alle Jecken begeistert mitsingen. Den Fernsehzuschauern ist sie bestens als Moderatorin und als Rosenmontagszug-Reporterin bekannt.

Doch ihr Leben könnte heute ganz anders aussehen: Vor einigen Jahren entdeckten die Ärzte einen Tumor hinter dem Ohr. Dieser war zwar gutartig, musste aber dennoch in einer heiklen Operation entfernt werden. Im Film spricht Marita Köllner offen über ihre Erkrankung und gesteht, dass vor allem der Karneval ihr über diese schwere Zeit hinweg geholfen – quasi ihr Leben gerettet habe.

Das WDR-Filmteam hat Marita Köllner über mehrere Monate auch außerhalb des Karnevals begleitet und bietet einen sehr emotionalen Blick in das Leben der für ihre Herzlichkeit überaus bekannten und geschätzten Stimmungssängerin.

Ein Film von Christoph Simon und Holger Möllenberg

Redaktion: Karin Kuhn

Sendung: Karnevalssontag

6. März 2011 um 18:25 Uhr im WDR-Fernsehen

Text: WDR / Karin Kuhn

Paul Kuhn - Der Mann am Klavier

February 23rd, 2011

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Keep on swinging!
Paul Kuhn - Der Mann am Klavier
SWR, Sendung am Donnerstag, 24.02.2011, 22.30 bis 23.14 Uhr
Er ist der Mann am Klavier: Paul Kuhn - Jazzpianist, Bandleader, Entertainer und eine lebende Legende. Im Film blickt er zurück auf sein Leben mit Freunden und Weggefährten wie z.B. Götz Alsmann, Till Brönner, Helge Schneider und seinem langjährigen Schlagzeuger Willy Ketzer.

Er ist der Mann am Klavier: Paul Kuhn - Jazzpianist, Bandleader, Entertainer und eine lebende Legende.
Seit mehr als 70 Jahren ist er im Showgeschäft. Dem Massenpublikum ist Paul Kuhn vor allem durch seine Schlager aus der Wirtschaftswunderzeit bekannt. “Es gibt kein Bier auf Hawai” oder “Der Mann am Klavier” haben viele noch im Ohr. Paul Kuhn ist Kult.

Der heute 82-Jährige ist ein vielfach ausgezeichneter Jazzpianist, der es wie kaum ein anderer verstanden hat, musikalische Welten swingend zu verbinden. Wo Paul Kuhn drauf steht, ist immer Jazz drin. Auch, wenn es eigentlich Schlager ist.
Für den Jazz in Deutschland leistete Paul Kuhn Pionierarbeit. Er war schon mit dabei, als der Swing der Amerikaner den Marschrhythmus des Dritten Reiches verdrängte. Beim amerikanischen Soldatensender AFN hatte er bereits 1948, kurz vor der Währungsreform, wöchentliche Sendungen. Seitdem swingt sich der “Deutsche Ami” durch die Jahrzehnte. Er übernahm die Leitung der legendären SFB-Bigband und tourte mit den Berlinern rund um den Globus. Als die Band aus Kostengründen aufgelöst wurde, wandte er sich wieder kleineren Besetzungen zu. Seitdem tritt Paul Kuhn vorwiegend im Trio auf. 2010 erhielt er den Jazz-Echo für sein Lebenswerk.

Für seinen Film “Der Mann am Klavier” hat Autor Christoph Simon Freunde und Weggefährten vor der Kamera versammelt: u. a. Götz Alsmann, Till Brönner, Helge Schneider und seinen langjährigen Schlagzeuger Willy Ketzer. Jazz lebt von Improvisation und Spielfreude. Und die hat der Altmeister nicht verloren. Mit 82 Jahren brillierte er jüngst an der Seite von Peter Lohmeyer in dem Fernsehfilm “Etwas Besseres als den Tod”. Und Besseres gibt es für Paul Kuhn hoffentlich noch lange. Keep on swinging!
Ein Film von Christoph Simon

Superjeile Zick - Brings persönlich

February 10th, 2010

WDR Fernsehen, 12.02.2010, 23.00 - 23.45 Uhr
Superjeile Zick – Brings persönlich
Ein Film von Christoph Simon und Holger Möllenberg

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Eine links-alternative Rockband und Kölner Karneval – wie passt das zusammen? Diese Frage stellten sich vor fast zehn Jahren nicht nur viele Fans von Brings, sondern auch die Band selber. Doch es geht, sehr gut sogar, denn inzwischen gehören die fünf Rockmusiker immerhin schon zum sogenannten „Kölschen Kleeblatt“ – den erfolgreichsten und bekanntesten Bands im Karneval, neben den Höhnern, Bläck Fööss und Räubern. Trotzdem sind Brings ihren musikalischen Wurzeln treu geblieben, wie ihre Konzerte auch außerhalb der Karnevalsession zeigen. Ein erfolgreicher Spagat, der von den Rockfans einerseits wie den Karnevalsjecken andererseits honoriert wird.

Brings – das sind die Brüder Peter (Gitarre, Gesang) und Stephan Brings (Bass), beide Söhne des bekannten Kölner Barden Rolly Brings, Harry Alfter (Gitarre), Christian Blüm (Schlagzeug, Sohn von Norbert Blüm) und Kai Engel (Keyboard, Sohn des Musikers Tommy Engel). Schon bald nach ihrer Gründung 1991 machte sich die Band mit kölschen Texten und melodiöser Rockmusik einen Namen. Es folgten zahlreiche Auftritte bei namhaften Festivals wie „Rock am Ring“ und als Vorgruppe unter anderem von AC/DC, Tom Petty und den Simple Minds. Außerdem waren Brings mehrmals im legendären „Rockpalast“ des WDR zu Gast. Unvergessen auch das politische Engagement der Band beim „Arsch huh“-Konzert gegen Neonazis 1992 auf dem Kölner Chlodwigplatz.

Ende der 1990er Jahre wurde es ruhiger um Brings. Ein Stück, das eigentlich nur als Geburtstagsständchen für die Band gedacht war, brachte 2000 die Wende: „Superjeilezick“. Nachdem das Lied zunächst als Geheimtipp während des Karnevals in den Kölner Kneipen lief, wurden die Literaten des Festkomitees auf die fünf Rockmusiker aufmerksam. Nach kurzen Berührungsängsten auf beiden Seiten standen Brings schon 2001 auf den großen Karnevalsbühnen, und „Superjeilezick“ entwickelte sich in Windeseile zum Dauerbrenner und bislang größten Hit der Band.

Die Diskussion über den richtigen musikalischen Weg zwischen Rock und Karneval hält bis heute an. Schon allein deshalb ist es interessant, Brings in den Proberaum zu begleiten und bei der Entstehung neuer Lieder dabei zu sein. Doch auch sonst führen die fünf Musiker ein abwechslungsreiches Privatleben – zwischen Sport und Konzertauftritten, Entspannung und sozialem Engagement. Die Autoren Christoph Simon und Holger Möllenberg haben die Band über ein halbes Jahr mit der Kamera begleitet – herausgekommen ist ein ganz persönlicher Blick vor und hinter die Kulissen.

Redaktion: Karin Kuhn

Wenn et Trömmelche jeit - De Räuber hautnah

February 10th, 2010

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WDR, 45 Minuten.

ein Film von Christoph Simon und Holger Möllenberg

Sie zählen zum erlauchten “Kölner Kleeblatt” der Stars der Karnevalsmusik, neben den Bläck Fööss, Höhnern und Paveiern: De Räuber. Mit über 200 Auftritten während der Session und 70 weiteren während des ganzen Jahres gehören die fünf Musiker zweifellos zu den ganz Großen im Rheinland. Ihre Hits wie “Op dem Maat”, “Am Eigelstein es Musik”, “Kölsche Junge bütze joot” oder “Schau mir in die Augen” wurden echte kölsche Evergreens, die in keiner Kneipe während der tollen Tage fehlen dürfen. “Denn wenn et Trömmelche jeit” ist seit 1993 der Kulthit schlechthin, den jeder Jeck mitsingen kann. Acht Alben und zehn Maxi-CDs in 17 Jahren - das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

Dennoch ist der Band der Erfolg nicht zu Kopf gestiegen. Ganz im Gegenteil: die Räuber pflegen eine rheinische Bodenständigkeit, und das bedeutet vor allem engen Kontakt zu den Fans. Eine Band zum Anfassen im wahren Sinne des Wortes, mit der man nach dem Konzert mal ein Kölsch trinken kann. Das spiegelt sich auch in den Texten ihrer eingängigen Stücke wider, die von frivol bis melancholisch alle Situationen des Alltags beschreiben. Dass viele von ihnen zu richtigen Ohrwürmern wurden, ist vor allem Karl-Heinz (”Charly”) Brand zu verdanken, dem kreativen Kopf der Räuber. Zusammen mit Kurt Feller und Nobby Campmann gründete der ehemalige Postbeamte die Band 1991. Von da an ging es unaufhaltsam bergauf, doch das Leben der Räuber hinter der Bühne blieb den Fans bis jetzt weitgehend verborgen.

In ihrem Film “Wenn et Trömmelche jeit” blicken Christoph Simon und Holger Möllenberg nun erstmals hinter die Kulissen. Und die stehen in Neuss, wo Karl- Heinz Brand lebt und arbeitet, obwohl er sich eigentlich als “Kölscher” fühlt. Charly, Kurt, Wolli, Mac und Gino erzählen, warum sie ihre ganz normalen “bürgerlichen” Berufe aufgaben und Profi-Musiker wurden, wie die Band neun Familien ernährt, wo die Ideen zu Texten und Melodien entstehen und welchen tiefen Einschnitt der Tod von Nobby Campmann 2007 bedeutete. Und so kommen auch die leisen, nachdenklichen Töne in dem Film nicht zu kurz - wie in den neuen Titel “Engel triffs de nur em Himmel” oder “Rattepack”.

Hydraulische Presse: Gefilmt

April 9th, 2008

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Unter dem Titel “Göttinnen sind unsterblich” hat TV-Journalist Christoph Simon aus Köln zusammen mit Holger Möllenberg einen 40-minütigen Film über das Phänomen DS gedreht. Professionell geschnitten und vertont, auf DVD im Bildformat 16:9 sowiein drei Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch bringt der Film vor allem drei Elemente: Bilder vom 50. Jubiläum in Paris, zahlreiche Werbefilme zur DS von Citroen sowie einen überwiegend bei Dirk Sassen in der Werkstatt gedrehten Teil über den Neuaufbau von Göttinnen. Weiterhin kommen einige DS-Liebhaber und ihre Autos persönlich zu Wort, darunter auch noch Michael SchmidtKult mit seinen DS-Reliquienschreinen.

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(Quelle: HP 3/2007)

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germandesignshop.com ist online!

December 9th, 2007

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Seit 1.12.2007 ist germandesignshop.com online. Vom Klassiker bis zum Jungdesigner gibt es dort jede Menge deutsches Design. Den textlichen Content zu dem sehr umfangreichen und exklusiven Concept-Store lieferte christophsimon.com. Kraenk Visuell entwickelte das visuelle Konzept und gestaltete die Kommunikationsmaßnahmen für den Shop, der sich auch als Plattform für deutsches Design versteht.

von Christoph Simon

germandesignshop.com, der Concept-Store für deutsches Design aus Deutschland, hat am 1.12.2007 seine elektronischen Pforten geöffnet. Das Beste: Klassikern und Newcomern wird hier gleichsam eine Plattform geboten.

Und das Konzept geht auf. Das von einer ehemaligen Kölner Klavierwerkstatt aus operierende Unternehmen präsentiert im Netz ein sehr ausgewähltes Angebot. Und das reicht von der individuellen und dazu noch preiswerten Lampe aus Konservendosen, über den klassischen Stapelaschenbecher von Werner Zeischegg, bis zum mehrere tausend Euro teuren handbemalten Paravent mit Blattgoldauflage. Dazwischen gibt es noch allerlei skuriles, wie eine zum High-End CD-Player aufgerüstete Sony PlayStation in Röhrentechnik, oder Möbel aus Berliner Stadtbäumen. Wer es nicht ganz so ausgefallen mag, findet aber auch tolle Küchenaccessoires, Babyschuhe und allerlei Praktisches, das aber immer besonders ist. Auch Selbstständigen und Unternehmen bietet der Online-Shop eine sehr gute Auswahl exklusiver Werbegeschenke zu einem vernünftigen Preis/Leistungsverhältnis. Wer also nicht den xten Kugelschreiber aus irgendeinem Billiglohnland sucht, ist hier genau richtig.

In einer einmaligen Online-Umgebung können Designliebhaber mit sämtlichen gängigen Bezahlmöglichkeiten ohne negativen Nachgeschmack entspannt Einkaufen. Ganz im Sinne zeitgemäßer „Sustainability“. Denn viele Produkte sind nicht nur in Deutschland entworfen, sondern werden sogar dort hergestellt.
„Made in Germany“ bürgt bis heute weltweit für Qualität und ist kein Markenzeichen einer Wegwerfgesellschaft.

germandesignshop.com bietet das Beste aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Denn gutes Design ist zeitlos. Also: buy@germandesignshop.com

Buy good things!

buy@germandesignshop.com

Kompakter Ratgeber: Garantie, Gewährleistung und Umtauschrecht

November 26th, 2007

von Christoph Simon

Eine defekte Waschmaschine vom Discounter um die Ecke oder ein Pullover aus dem Internet, der seinem neuen Besitzer leider viel zu klein ist. Hier kommen Gewährleistung, Garantie und Umtauschrecht zum Zug. Doch wer seine Rechte als Verbraucher nicht kennt, hat oft das Nachsehen. Da bleibt der Pullover im Schrank liegen und die Wäsche muss in den Waschsalon. Doch so weit muss es nicht kommen…

Interessiert? Das ganze Infopaket kostenlos als PDF zum Download unter: www.lasisto.de

Dort gibt es außerdem noch weitere Infopakete zu vielen anderen interessanten Themen.

Gefälschte Parfums

November 25th, 2007

WDR: Markt

Internethandel: Gefälschte Düfte

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Große Namen, kleine Preise - das ist das Erfolgsrezept der Anbieter von gefälschten Düften. Im vorigen Jahr hat sich der Wert der beschlagnahmten Waren im Bereich der Marken- und Produktpiraterie gegenüber dem Vorjahr verfünffacht. Originalhersteller und Verbraucher sind die Geschädigten.

von Christoph Simon


Die Haare sind perfekt gestylt, jetzt noch ein bisschen Puder, Lippenstift und als i-Tüpfelchen: Mascara aus altem Maschinenöl. Dabei handelt es sich nicht um irgendein regeneratives Kosmetikprodukt, sondern um eine dreiste Produktfälschung mit unbekannten gesundheitlichen Nebenwirkungen.

„50 bis 60 Prozent der Onlineangebote nichtrenommierter Kosmetikanbieter sind Fälschungen“, schätzt Martin Fiebig, auf Markenrecht spezialisierter Rechtsanwalt. Der Berliner vertritt bekannte Hersteller wie Armani, Davidoff und Joop. In der Kanzlei sind die Regale voll mit gefälschten Parfums aus dem Internet. Sein Rat: „Kaufen Sie Parfum nur im Fachhandel. Der wird direkt vom Hersteller beliefert und ist daher sicher. Wir haben dort noch nie eine Fälschung entdeckt.“ Doch wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit wirklich, dass man im Internet ein Plagiat erhält?

Erste Station: eBay. Suchbegriff: Parfum. Ergebnis: 3.500 Treffer. Wir entscheiden uns zweimal für den Klassiker Chanel No.5 als Eau de Parfum (100 ml) und einmal für den Herrenduft Davidoff Cool Water Deep als Eau de Toilette (100 ml). Das eine Chanel kostet 49,95 Euro, das andere 75 Euro. Davidoff kaufen wir für 32,95 Euro. Jeweils zuzüglich Versand.

Zweite Station: Zum Vergleich gehen wir in eine Kölner Parfümerie und kaufen das gleiche noch mal. Chanel No.5 kostet hier 105 Euro, Davidoff Cool Water Deep 65 Euro.

Dritte Station: Ein Onlineshop namens beauty-land. Hier gibt es alles für die Hälfte und oft sogar für nur ein Drittel des Fachhandelspreises. Wir erweitern unsere Produktpalette und schlagen zu: 100 Milliliter Armani-Sensi für 28 statt für 90 Euro, 75 Milliliter Joop Homme für 28 statt für 45 Euro.

Eine Woche später sind alle Düfte angekommen. Der Flakon des Joop-Duftes ist völlig zerkratzt und wirkt billig. Die beiden bei eBay erstandenen Chanel No.5 haben verschiedene Logos und die Verpackung hat in einem Fall einen goldfarbenen, im anderen einen silberfarbenen Rand.

Original und Fälschung kaum zu unterscheiden
Rüdiger Hagen vom Zollkriminalamt nimmt eine erste Begutachtung vor. Doch bei einem der über eBay gekauften Chanel-Düfte weicht lediglich die Position des Logos auf dem Flakon von dem Original aus der Parfümerie um einige Millimeter ab. Fazit: „Es ist auch für den Zoll nicht immer leicht zu sagen, was Original und was Fälschung ist. Bei größeren Sendungen mit mutmaßlichen Fälschungen wird daher immer der Hersteller hinzugerufen. Der prüft anhand der nur ihm bekannten, geheimen Merkmale.“

Gesagt, getan: Rechtsanwalt Martin Fiebig prüft unsere Düfte im Auftrag seiner Mandanten. Wenige Tage später liegen die Ergebnisse vor: Armani Sensi und Joop Homme aus dem Onlineshop beauty-land entpuppen sich als Fälschungen. Davidoff Cool Water Deep ist ein illegaler Reimport. Das für den argentinischen Markt bestimmte Original darf hier nicht verkauft werden. Der eBay-Käufer macht sich nicht strafbar, der Verkäufer schon, sobald er damit gewerblich handelt. Unser Verkäufer ist bei eBay allerdings als gewerblicher Verkäufer angemeldet.

Nach einigen Wochen liegen auch die Ergebnisse von Chanel vor. Hier hat man die Prüfung zunächst verweigert, da Chanel in der Öffentlichkeit nicht im Zusammenhang mit Produktfälschungen wahrgenommen werden möchte. Letztlich gab man aber nach und legte markt die Ergebnisse vor. Bei dem Flakon, das wir für 75 Euro bei eBay erstanden haben, handelt es sich um ein Original, das andere ist eine Fälschung.

Handel mit Fälschungen kein Kavaliersdelikt
Wir konfrontieren eBay mit dem Ergebnis. „Wir sind auf eine Vielzahl von Wegen aktiv, um gegen Fälschungen auf unserem Marktplatz vorzugehen. Das größte Problem sind Fälschungen, die als Originale verkauft werden. Hier sind wir auf die Zusammenarbeit mit den Herstellern angewiesen, die ihre Produkte ganz genau kennen“, sagt Maike Fuest von eBay. Wie das in der Praxis abläuft, erklärt Martin Fiebig, der seine Mandanten in solchen Fällen vertritt: „Der Hersteller beanstandet ein konkretes Angebot eines Verkäufers. eBay löscht dann dieses eine Angebot. Das war es. Ansonsten bleibt der Verkäufer unbehelligt und kann weiter verkaufen. Zu mehr ist nach unserer Wahrnehmung eBay zurzeit nicht bereit.“

Das erklärt auch unser Ergebnis: Zwei von drei eBay-Verkäufern haben in unserem Fall eine Straftat begangen. Und der gewerbliche Handel mit gefälschten Düften ist kein Kavaliersdelikt. Dem Verkäufer drohen neben Schadensersatzansprüchen und Prozesskosten im vierstelligen Bereich auch noch bis zu drei Jahre Gefängnis.

„Wenn man ein gefälschtes Parfum gekauft hat, sollte man dieses daher auch nicht weiterverkaufen, sondern den Verkäufer unter Fristsetzung auffordern, ein Original zu schicken. Sollte er dem nicht nachkommen, wäre anzuraten direkt bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Betrugsverdachts zu stellen. Gleichzeitig macht sich der Verkäufer gewährleistungspflichtig. Man kann daher vom Vertrag zurücktreten und sein Geld zurückverlangen. Man kann den Preis mindern oder von dem Verkäufer Schadensersatz verlangen“, rät der Kölner Rechtsanwalt Elias Toris geprellten Verbrauchern.

Wer sich diesen Ärger sparen will, sollte gleich in die Parfümerie gehen. Dort muss man allerdings erheblich tiefer in die Tasche greifen. Aber: Ist Schmieröl geil?

(Quelle: http://www.wdr.de/tv/markt/20070910/b_6.phtml)

Neue DVD über die „Göttin“

July 30th, 2007

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Göttinnen sind unsterblich
-Les DS sont immortelles-

Auch mehr als 30 Jahre nach Produktionsende rollen immer noch einige tausend „Göttinnen“ (so die deutsche Übersetzung von DS=Déesse) über die Straßen der Welt. Fast 1,5 Millionen Exemplare wurden von 1955 bis 1975 gebaut. Unter den Oldtimern nimmt die avantgardistische Limousine von Citroën eine Sonderstellung ein, und auch heute noch erregt sie große Aufmerksamkeit. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach gut erhaltenen oder restaurierten „D-Modellen“ eher zugenommen hat, solange sie noch zu einigermaßen erschwinglichen Preisen erhältlich sind. Und es sind beileibe nicht nur eingefleischte „Citroënisten“, die sich für dieses Ausnahme-Auto interessieren.

Glücklicherweise gibt es inzwischen professionelle Spezialisten, die sich um die verbliebenen „Göttinnen“ kümmern. In kleinen Werkstätten werden verrostete „D-Modelle“, die immer noch in abgelegenen Scheunen oder dunklen Garagen vor allem in Frankreich zu finden sind, liebevoll in Handarbeit von Grund auf restauriert. Man muss also kein „Schrauber“ sein, um eine schwebende DS zu genießen. Und so werden die „D-Modelle“ noch lange zum Straßenbild gehören. „Göttinnen“ sind eben unsterblich…

In ihrer Reportage beobachten Holger Möllenberg und Christoph Simon einen bekannten Restaurator, der auch zahlreiche nützliche Tipps gibt. Außerdem sind sie der Frage nachgegangen, warum dieses einmalige Auto noch immer nichts von seiner Faszination eingebüßt hat und dabei auf höchst unterschiedliche DS-Besitzer von heute gestoßen. Letztlich kommt aber auch die Würdigung der „Göttin“ als Kunstobjekt nicht zu kurz, und im dokumentarischen Teil des Films sind auch seltene Werbespots und Aufnahmen von Rallyes aus der DS-Ära zu sehen – nicht zu vergessen die exklusiven Bilder vom 50. Geburtstag der „Göttin“ 2005 in Paris. Doch letztendlich ist diese Reportage kein Rückblick auf Historie und Technik, sondern eine Bestandsaufnahme und Blick in die Zukunft – mit ungewöhnlichen Aufnahmen, die das Herz jedes DS-Fans höher schlagen lassen. Wie gesagt, die „Göttinnen“ leben noch, und sie sind unsterblich!

Die DVD (in deutscher, französischer und englischer Sprache) erscheint pünktlich zur francemobile (1.9 - 2.9.2007) in Rheinberg und ist auf der Messe erstmals erhältlich (Preis: 18,90 Euro). Außerdem gibt es die DVD auch im Online Shop unter: www.goettinnensindunsterblich.de

www.francemobile.de

Language: Deutsch/English/Français
Sound Format: Stereo
Picture Format: 16:9
Running Time: 41 Minutes
Region Code: Codefree (0)

Citroen DS: Meine erste Begegnung mit einer Göttin

May 15th, 2007

„Göttinnen sind unsterblich“ – so heißt die Anfang Juli erscheinende DVD für alle DS-Liebhaber. Als Kameramann hatte ich die ehrenwerte Aufgabe die Göttin mit dem Objektiv einzufangen. Doch wie filmt man eine Göttin? Allein ein solches Vorhaben ist doch schon pure Blasphemie.
Die Lösung lautet: Wandel durch Annäherung. Also locker bleiben. Bis dato hatte ich die Göttin nur einmal rein äußerlich berühren dürfen. Jetzt galt es plötzlich in ihrem Inneren Platz zu nehmen. Als erstes erstaunte mich der Anblick meiner Schuhe, die förmlich im Fußraum versanken und sich so spontan mit der Göttin zu verbinden versuchten. Die Kontaktaufnahme schien daher schon einmal geglückt. Der Sitz steuerte sein übriges zu meinem überschwallenden Wohlempfinden bei. Alles in allem ein vertikales Mini-Wasserbett, auf dessen Fußteil man besser sitzt, als auf so manchem Autositz. Ich wollte gar nicht mehr aufstehen. So macht man Entspannungspolitik.

Doch meine erste Fahrt sollte ich nicht in dieser DS 23 Pallas aus dem Jahre 1972 erleben, sondern im DS-Cabrio des Düsseldorfer Restaurators Dirk Sassen. Mit offenem Verdeck fuhren wir am Rhein entlang. Allein das Schattenspiel auf der Armaturentafel war eine Augenweide. Während der Fahrt spürte ich die Verbindung des Sitzkomforts mit dem hydropneumatischen Fahrwerk. Ein wahrhaft göttliches Erlebnis. Auch zum Filmen ist dieses Fahrzeug bestens geeignet. Bei gemäßigter Fahrweise genügt eine einfache Handkamera. Denn alles, was im Auto ist, ist gefedert. Und so glitten wir dahin.

Dirk Sassen ist meines Wissens kein Hinduist. Dennoch beschäftigt er sich intensiv mit der Wiedergeburt dieser schwebenden Design-Ikone. Einer seiner Aufträge auf Erden ist auf jeden Fall „dafür zu sorgen, dass die DS nicht aus unserem Straßenbild verschwindet“. Doch kann etwas so vollkommenes wie eine Göttin jemals verschwinden? Sicher hat sie Feinde. Doch sind die ebenbürtig? Der Darwinismus der Straße kann ihr in der Regel nichts anhaben. Sie ist zu gut und erweist sich daher im Zyklus der Wiedergeburt als unsterblich. Das belegt der Film mit seinen sehr verschiedenen Protagonisten auf eine eindrucksvolle Weise. Vermutlich bleibt so eine Begegnung für mich nicht ohne Folgen. Vielleicht ergibt sich eines Tages doch noch eine dauerhafte Liaison.